Brötzinger Wanderer auf dem Schluchtensteig

Die Brötzinger Extremwanderer

Mythos Schwarzwald - der Schluchtensteig Etappe 4 - 6

Wieder war die „Extrem-Gruppe“ des Schwarzwaldvereins Pforzheim Brötzingen unterwegs. Die drei Wanderführer Kurt, Wilma und Trudl sowie dreizehn Mitwanderer durften die weiteren Schönheiten des Schluchtensteigs kennenlernen. Nachdem die Etappen 1 bis 3 vor einem Jahr durchlaufen wurden, waren es diesmal die Etappen 4 bis 6 von Oberfischbach am Schluchsee bis nach Wehr.
Der Wecker klingelte am Freitag mit den Hühnern. In Fahrgemeinschaften ging es um 5.30 Uhr in Richtung Oberfischbach und das Etappenabenteuer begann. Nach dem Startschuss mit den Worten des Wanderführers marschierten die Wanderer in Richtung Schluchsee und hatten dank des Traumwetters einen herrlichen Blick auf den See. Die Gruppe durchlief den Blasiwald-Muchenland und hörte das donnernde Geräusch des Windbergwasserfalls, der zunächst sechs Meter tief in die Windbergschlucht stürzte. Nach weiteren 700 Metern und etlichen Kaskaden versank der Wildbach in die Alb: Romantik pur. Ziel an diesem sonnigen Tag war nach 22 km St. Blasien mit seinem imposanten Dom - ein Besuch ins Innere durfte nicht fehlen.
Die 5. Etappe mit 23 km Länge begann direkt am Dom in Richtung Lehenkopf. Vorbei am mystischen Klosterweiher ging es in die wohlverdiente Mittagsrast an der Kreuzfeldhütte. Am Ibacher Friedenskreuz genossen die Wanderer die weiten Täler des Hochschwarzwaldes. Nach Wehraquelle und Hohwehraschlucht war das Ziel Todtmoos zum Greifen nahe.
Etappe 6 mit 26 km – das Beste kommt zum Schluss. Beim Blick aus dem Zimmer sah man den typischen Frühnebel über den Schwarzwaldtannen, aber schnell lachte die Sonne und man wanderte wie durch einen Märchenwald in Richtung Au. Moose, Flechten, Schwarzwaldtannen – alles lag den Wanderern zu Füßen und sie genossen die Aussichten am oberen Hagemattgraben. Wieder Kaskaden und Natur pur. Die Etappe zog sich ziemlich hin, aber das Licht am Ende des Tunnels war am Wehrabecken. Jetzt fing das Jammern an; drei km auf Schotter und Asphalt, bevor das Ziel Wehr erreicht wurde. Glücklich und zufrieden wurde zu Abend gegessen und danach mit unvergesslichen Eindrücken und dem Dank an die Wanderführer für diese einmalige 3-Tagestour in unserem schönen Schwarzwald die Heimreise angetreten.

Bericht und Bilder: Kathrin Kulozik


Im Jahr 2020 (25. - 27. September) ist eine dreitägige anspruchsvolle Wandertour durch den "Schwäbischen Grand Canyon" im oberen Donautal von Tuttlingen nach Sigmaringen geplant..
Einzelheiten in der Ausschreibung im Januar/Februar 2020.